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Seniorenteilhabe am gesellschaftlichen Alltag wird gesetzlich verbrieft

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Initiative der Regierungskoalition nimmt Form an

 

Konkrete Form nimmt nach langer Diskussion das Vorhaben der bayerischen Regierungskoalition von CSU und Freien Wählern jetzt durch einen Landtagsantrag der Koalitionäre an, die Mitwirkung der Seniorinnen und Senioren an der kommunalen und bayerischen Landespolitik auch gesetzlich zu verankern. „Der Anteil der Seniorinnen und Senioren der Bevölkerung steigt ständig und macht schon vor 2030 ein Drittel der Gesamtbevölkerung im Freistaat aus. Das damit verbundene Potential in den kommenden Jahren konkret und weit gestreut im gesellschaftlichen Alltag zu dokumentieren und zu nutzen, darf sich eine freiheitlich organisierte Gemeinschaft nicht entgehen lassen. Viele Gründe sprechen dafür, eine familiär geordnete Generationengemeinschaft nicht ohne das Wissen, die Erfahrung und die Gelassenheit der ‚Systemkonstrukteure‘ auch der neuen deutschen Einheit weiterzuentwickeln.“

Dr. Thomas Goppel, der Landesvorsitzende der Senioren-Union in der CSU (SEN) sieht im Blick zurück auf den Werdegang des heutigen Deutschland und angesichts der Erkenntniszuwächse heute die gesetzlich verankerte Rückkopplung auf den in den jüngeren 75 und 30 Jahren so tempogesteigerten Wandel als den Garanten für die Bodenhaftung, die bei allen wissenschaftlichen und geistigen Höhenflügen nicht verloren gehen darf. „Wenn wir Neuerungen wie die Digitalisierung unserer gesamten Soziokultur, ohne den Gemütsfaktor im menschlichen Miteinander zu beachten, realisieren, zerstören wir die dialogische Existenzgrundlage des Menschen, nehmen ihm die Seele, die mitdenkt. Welche Folgen das haben kann, muss Erfahrung vermitteln. Erkenntnis reicht dazu nicht aus.“

Goppel findet es deshalb mit den bald 13.000 Mitgliedern der SEN in der CSU gut, dass die eigene Landtagsfraktion mit Thomas Huber die Thematik der „garantierten Mitsprache für die, die Lebenserfahrung einbringen, einen eigenen und sichtbaren Stellenwert in der Gesellschaft“ bekommen soll. „Dass das am besten dort geschieht, wo aus der theoretischen Planung reale Greifbarkeit wird, in der Kommune, unterstreicht die CSU-Fraktion bei unserer solide begründeten Erfahrung der vergangenen sieben Jahrzehnte. Goppel freut die Zielsetzung besonders, weiß sie von Barbara Regitz, der seniorenpolitischen Sprecherin der Fraktion, aktualisiert eingebracht. „Wir sind daran interessiert, jetzt auch in die Erarbeitung des neuen Konzepts eingebunden zu sein, freuen uns insbesondere darüber, dass wir so den Integrationsprozess auch der weiblichen Mitarbeit zusätzlich beschleunigen können.“ 

München, Senioren-Union der CSU am 3. Juli 2020

WPH

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